Persönliche Daten im Internet löschen mit 1 Prompt (2026)
Ruwen Bädorf··8 Min. Lesezeit
Datenhändler verkaufen dein Profil mit Name, Adresse, Telefon und Verwandten. Ein ChatGPT-Prompt findet die Seiten, schreibt die Löschanträge und schickt sie selbst raus.
Persönliche Daten im Internet löschen geht heute mit einem einzigen Prompt: Der Agent-Modus von ChatGPT sucht Datenhändler und Personensuchseiten nach dir ab, listet auf, was dort über dich steht, schreibt für jede Seite einen Löschantrag nach Artikel 17 DSGVO und schickt ihn im eigenen Browser ab. Du gibst nur deinen Namen, deine Adresse und deine Telefonnummer ein, bestätigst einmal, und schaust danach zu.
Die meisten wissen gar nicht, dass es diese Seiten gibt. Sie haben noch nie von people-search-Seiten oder Adresshändlern gehört, und genau deshalb liegt ihr Profil dort seit Jahren. Name, Adresse, Telefonnummer, Alter, und oft auch die Namen der Verwandten. Jeder kann das kaufen, auch dein Wettbewerber. Bis vor Kurzem war der einzige Ausweg, jede dieser Seiten einzeln zu suchen und von Hand anzuschreiben, oder einem Löschdienst eine monatliche Gebühr zu zahlen. Hier zeige ich dir den dritten Weg.
Wenn du die Kurzfassung lieber siehst als liest: Das Video dazu läuft auf Instagram bei @ruwen.ai.
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Warum persönliche Daten im Internet löschen so mühsam ist
Datenhändler sammeln aus öffentlichen Quellen alles ein, was sich zu einer Person finden lässt. Das sind Telefonbücher, Handelsregister, alte Vereinsseiten, Impressen und Profile in sozialen Netzwerken. Daraus bauen sie ein Profil und verkaufen es an jeden, der zahlt. Personensuchseiten machen das Gleiche, nur dass sie das Profil zusätzlich öffentlich anzeigen, damit es bei Google gefunden wird.
Das Problem ist nicht eine einzelne Seite. Das Problem ist die Menge. Der Löschdienst Incogni gibt an, für seine Kunden mehr als 420 Datenhändler anzuschreiben (Quelle: Surfshark, Stand April 2026). Niemand kennt all diese Seiten, und niemand hat Zeit, 420 Formulare auszufüllen.
Dazu kommt ein zweites Problem. Die Daten tauchen wieder auf. Ein Datenhändler, der dein Profil gelöscht hat, kauft ein paar Monate später neue Datensätze ein und legt dich wieder an. Wer persönliche Daten im Internet löschen will, muss also nicht einmal aufräumen, sondern regelmäßig nachsehen.
Die Rechtslage ist dabei klar. Artikel 17 der Datenschutz-Grundverordnung gibt dir das Recht auf Löschung, Artikel 21 das Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung. Nach Artikel 12 Absatz 3 muss der Anbieter innerhalb eines Monats antworten (Quelle: DSGVO, Gesetzestext). Du hast also einen Anspruch. Was fehlt, ist jemand, der die Arbeit macht.
Persönliche Daten im Internet löschen: drei Wege im Vergleich
Es gibt drei Möglichkeiten, dein Profil bei Datenhändlern loszuwerden. Die Tabelle zeigt, was jeder Weg kostet und wo er hakt.
| Weg | Was du tust | Kosten | Haken |
|---|---|---|---|
| Von Hand | Jede Seite selbst suchen, Antrag schreiben, Formular ausfüllen, nachfassen | 0 Euro | Du findest nur die Seiten, die du kennst, und brauchst viele Stunden |
| Löschdienst wie Incogni | Daten einmal eingeben, der Dienst schreibt die Anbieter an | ab 4,49 Euro pro Monat im Paket (Quelle: Surfshark, April 2026) | Läuft als Abo, du siehst nicht, was genau verschickt wird |
| ChatGPT-Agent mit Prompt | Prompt einfügen, Daten ergänzen, einmal bestätigen | Im bezahlten ChatGPT-Tarif enthalten | Bei Seiten mit Ausweispflicht oder Bezahlschranke musst du selbst ran |
Der dritte Weg ist der, den das Reel zeigt. Er verbindet die Kontrolle des ersten mit der Bequemlichkeit des zweiten. Du siehst jede Seite, jeden Antrag und jeden Versand, und du zahlst nichts extra, wenn du ChatGPT ohnehin schon nutzt.
So löschst du persönliche Daten im Internet mit einem Prompt
Der Ablauf hat fünf Schritte, und der Prompt steuert alle fünf. Du brauchst dafür den Agent-Modus von ChatGPT. Er ist in den bezahlten Tarifen enthalten und öffnet einen eigenen Browser, in dem du live zusehen kannst, was passiert.
- Agent-Modus starten. Du öffnest ChatGPT, klickst im Eingabefeld auf das Werkzeug-Symbol und wählst den Agent-Modus aus.
- Prompt einfügen und Daten ergänzen. Der Prompt enthält Felder für Namen, aktuelle und frühere Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtsjahr. Je mehr du einträgst, desto weniger falsche Treffer gibt es.
- Suchen lassen. ChatGPT geht eine Liste bekannter Datenhändler und Personensuchseiten durch, sucht zusätzlich per Suchmaschine nach deinem Namen mit Adresse und Telefonnummer und baut eine Tabelle: Seite, Link zum Profil, welche Daten dort stehen.
- Löschanträge schreiben lassen. Für jede Seite in der Tabelle entsteht ein eigener Antrag. Für Anbieter in der EU beruft er sich auf Artikel 17 und 21 DSGVO und nennt die Frist von einem Monat. Für Anbieter in den USA nutzt er deren Opt-out-Verfahren.
- Abschicken lassen. ChatGPT öffnet die Löschseite des Anbieters im eigenen Browser, füllt das Formular aus und sendet ab. Gibt es kein Formular, geht der Antrag per Mail an die Datenschutz-Adresse aus dem Impressum. Vor dem ersten Versand fragt es dich einmal, danach läuft der Rest allein.
Am Ende bekommst du eine Übersicht: welche Anträge raus sind, welche Seiten eine Bestätigung angekündigt haben, und bei welchen du selbst eingreifen musst.
Der entscheidende Satz im Prompt ist der zur Tabelle. ChatGPT soll dir die Liste zeigen, bevor es irgendetwas verschickt. So siehst du vorher, welche Seiten wirklich ein Profil über dich haben, und du kannst Treffer streichen, die gar nicht du sind.
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Was der Prompt beim persönliche Daten im Internet löschen nicht schafft
Ich sage es lieber vorher, als dass du es nach einer Stunde selbst merkst. Nicht jede Seite lässt sich von einem Agenten erledigen.
Manche Anbieter verlangen eine Ausweiskopie, bevor sie löschen. Die lädst du nicht in den Chat, und der Agent soll sie auch nicht hochladen. Der Prompt ist so gebaut, dass ChatGPT bei solchen Seiten abbricht und dir Bescheid sagt. Dann schickst du die Kopie selbst, mit geschwärzter Nummer und geschwärztem Foto.
Manche Seiten verlangen ein Konto oder Geld, bevor du überhaupt an das Opt-out kommst. Auch hier stoppt der Agent und meldet es dir. Ein Faktencheck von Mimikama hat genau diesen Punkt an einem ähnlichen Reel kritisiert: Suchen und Schreiben klappt, aber nicht jede Einreichung läuft ohne dich durch (Quelle: mimikama.org, 2026). Das stimmt, und deshalb steht es hier.
Und dann sind da die Seiten, die der Prompt nicht kennt. Die Liste im Prompt deckt die großen Namen ab, von Spokeo bis Das Telefonbuch. Kleine regionale Seiten findet ChatGPT nur über die zusätzliche Suche nach deinem Namen. Wenn du eine Seite kennst, auf der du stehst, schreib sie in den Prompt dazu.
Bei meinem eigenen Durchlauf hat mich am meisten überrascht, wie viele Treffer aus dem Umfeld kamen. Meine eigene Adresse war mir klar. Dass daneben die Namen von Verwandten standen, von denen ich die Seite nie gehört hatte, war der Moment, in dem aus einem Datenschutz-Thema ein persönliches wurde. Genau dieser Punkt mit den Verwandten ist auch der Grund, warum der Antrag im Prompt ausdrücklich deren Einträge mitfordert.
Persönliche Daten im Internet löschen: Fristen und Nachfassen
Nach dem Versand beginnt die Wartezeit. Anbieter in der EU müssen innerhalb eines Monats antworten, in Ausnahmefällen dürfen sie die Frist um zwei weitere Monate verlängern, müssen dich darüber aber informieren (Quelle: Artikel 12 Absatz 3 DSGVO). Seiten in den USA reagieren oft schneller, dafür tauchen die Daten dort auch schneller wieder auf.
Deshalb hat der Guide einen zweiten Prompt. Nach 30 Tagen öffnest du dieselbe Unterhaltung und lässt ChatGPT jede Seite aus der Übersicht erneut prüfen. Steht dein Profil noch da und die Frist ist abgelaufen, schreibt es eine Erinnerung mit Verweis auf den ersten Antrag. Reagiert ein Anbieter in der EU auch darauf nicht, formuliert es dir eine Beschwerde an die Datenschutzbehörde deines Bundeslandes, mit der ganzen Chronologie.
Das klingt nach viel. In der Praxis ist es ein Prompt im Monat. Du startest ihn, trinkst einen Kaffee, und liest die Übersicht.
Was du dabei im Blick behalten solltest: Der Prompt löscht dich aus den Profilen der Händler, nicht aus den Quellen. Steht deine Adresse in einem öffentlichen Impressum oder im Handelsregister, wird sie beim nächsten Einkauf der Händler wieder eingesammelt. Für die Quellen, die du selbst steuerst, gilt also derselbe Rat wie in was weiß ChatGPT über mich: So wenig wie möglich veröffentlichen. Und wer seine Daten nicht nur bei Händlern, sondern auch bei KI-Anbietern im Griff haben will, findet in ChatGPT Speicher löschen den passenden Schritt.
🔥 Hol dir den Prompt und den Nachfass-Prompt in einem Paket. Im Guide Lösch dein Profil bei jedem Datenhändler mit einem Prompt stehen beide Prompts, die Startanleitung für den Agent-Modus und die Hinweise zu Ausweis, Fristen und Verwandten. → Guide holen
Über Ruwen Bädorf
Ich bin Ruwen Bädorf und ich baue Systeme, die mit KI von allein arbeiten. Ich helfe Selbstständigen, ihre Arbeit einmal zu bauen statt jeden Tag zu wiederholen.
- Ich baue und betreibe die komplette Reel-Fabrik auf ki-imperium.com selbst: Skript, Avatar, Guide, Funnel, Auslieferung.
- Ich arbeite täglich mit Claude, Lovable und Higgsfield und zeige genau die Abläufe, die ich selbst fahre.
- Auf Instagram veröffentliche ich die Abläufe als Reels, mit Guide zum Nachbauen.
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Persönliche Daten im Internet löschen ist keine Aufgabe für ein Wochenende mehr, sondern ein Prompt, den du einmal im Monat startest.
Häufige Fragen
Kann man persönliche Daten im Internet komplett löschen?
Nicht vollständig. Du kannst dein Profil bei Datenhändlern und Personensuchseiten löschen lassen, aber die Quellen wie Impressum oder Handelsregister bleiben öffentlich. Deshalb lohnt sich eine Kontrolle etwa alle 30 Tage.
Wie lange dauert es, bis Datenhändler meine Daten löschen?
Anbieter in der EU müssen nach Artikel 12 Absatz 3 DSGVO innerhalb eines Monats antworten. US-Seiten reagieren oft innerhalb weniger Tage, legen die Daten aber häufiger wieder an.
Was kostet es, persönliche Daten im Internet löschen zu lassen?
Von Hand kostet es nur Zeit. Löschdienste wie Incogni laufen als Abo ab 4,49 Euro im Monat im Paket. Der Weg über den ChatGPT-Agent-Modus ist im bezahlten ChatGPT-Tarif enthalten.
Muss ich für den Löschantrag einen Ausweis schicken?
Manche Anbieter verlangen eine Ausweiskopie. Schick höchstens eine Kopie mit geschwärzter Nummer und geschwärztem Foto, und lad sie nie in den Chat oder in den Agenten.
Was tue ich, wenn ein Datenhändler nicht reagiert?
Schick nach Ablauf der Monatsfrist eine Erinnerung mit Verweis auf den ersten Antrag. Bleibt die Antwort aus, kannst du dich bei der Datenschutzbehörde deines Bundeslandes beschweren.
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