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Claude Code anpassen: 3 Mods, die Claude selbst baut (2026)

Claude Code anpassen: 3 Mods, die Claude selbst baut (2026)

Ruwen Bädorf··9 Min. Lesezeit

Claude Code anpassen geht mit CLAUDE.md, settings.json, Skills, Hooks und seit Oktober 2026 mit Mods. Hier siehst du alle Wege im Vergleich, drei Umbauten für deinen Alltag und wie Claude dir neue Mods selbst baut.

Claude Code anpassen kannst du auf fünf Wegen: mit einer CLAUDE.md für feste Anweisungen, mit Einstellungen in der settings.json, mit Skills, mit Hooks und seit dem 1. Oktober 2026 mit Mods. Mods gehen am weitesten, weil sie direkt in Claude Code laufen, und Claude baut sie dir auf Zuruf selbst, zum Beispiel einen Umbau, der dich warnt, bevor Claude in einem Kundenprojekt etwas löscht.

Die meisten nutzen Claude Code genau so, wie er ausgeliefert wird. Dann ärgern sie sich über Antworten, die im langen Gespräch immer schwächer werden. Sie ärgern sich über Tokens, die in jedem Kundenprojekt verbrennen. Und sie ärgern sich über Änderungen, die still etwas Wichtiges kaputt machen. Dabei musst du Claude Code nicht so nehmen, wie er ist. Mit der neuen Funktion baust du ihn dir um, bis er genau so arbeitet, wie du willst, und nicht andersrum.

Wenn du die Kurzfassung lieber siehst als liest: Das Video dazu läuft auf Instagram bei @ruwen.ai.

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Mit welchen fünf Werkzeugen kannst du Claude Code anpassen?

Claude Code hat inzwischen fünf Stellschrauben, und jede davon greift an einer anderen Stelle. Die ersten vier gibt es schon länger, die fünfte ist neu und verändert am meisten.

WerkzeugWas es istWas es verändertWann du es nimmst
CLAUDE.mdEine Textdatei mit Anweisungen, die Claude bei jedem Start liestWas Claude über dich und dein Projekt weißWenn du Claude jedes Mal dieselben Regeln erklärst
settings.jsonEine Einstellungsdatei mit Rechten und VorgabenWas Claude darf und was nichtWenn du Befehle erlauben oder sperren willst
SkillEine Anleitung als SKILL.md, die Claude bei Bedarf liestWie Claude eine bestimmte Aufgabe erledigtWenn du immer wieder dieselben Arbeitsschritte in den Chat kopierst
HookEin Skript, das bei einem Ereignis startetOb ein Befehl oder eine Nachricht durchgehtWenn du etwas blockieren, erlauben oder mitschreiben willst
ModEin kleines Programm, das in Claude Code selbst läuftBefehle, Nachrichten und die OberflächeWenn Claude Code sich anders verhalten oder aussehen soll

Die Einordnung folgt der offiziellen Vergleichstabelle von Anthropic (Claude Code Doku: Mods).

Den Anfang macht fast immer die CLAUDE.md. Liegt sie unter ~/.claude/CLAUDE.md, gilt sie für alle deine Projekte, und liegt sie im Projektordner, gilt sie nur dort (Claude Code Doku: CLAUDE.md). Das reicht für deine Regeln, aber nicht für echtes Verhalten. Anthropic schreibt selbst, dass Claude den Inhalt der CLAUDE.md als Kontext behandelt und nicht als feste Vorgabe (Claude Code Doku: CLAUDE.md). Steht dort „lösch nie den Kundenordner“, ist das eine Bitte und keine Sperre. Genau an dieser Stelle setzen Hooks und Mods an.

Claude Code anpassen mit Mods: Was steckt dahinter?

Ein Mod ist ein Plugin, das verändert, wie Claude Code aussieht und sich verhält (Claude Code Doku: Mods). Technisch besteht er aus kleinen Funktionen in JavaScript oder TypeScript, die Claude Code bei bestimmten Ereignissen aufruft. So ein Ereignis ist zum Beispiel ein Befehl, den Claude gleich ausführen will, oder eine Nachricht, die du abschickst. Der Mod kann dabei zusehen, etwas ändern oder die Sache ganz übernehmen.

Anthropic hat die Funktion am 1. Oktober 2026 vorgestellt (Anthropic, 01.10.2026). Laut der Ankündigung kann ein Mod eine Nachricht umschreiben, bevor sie beim Modell ankommt. Er kann einen Befehl blockieren, umschreiben oder wiederholen, und er kann eine Rechte-Anfrage erlauben oder ablehnen. Er kann Passwörter aus einer Ausgabe entfernen, bevor Claude sie liest, und er kann Knöpfe und Eingabefelder in die Oberfläche einbauen.

Der Unterschied zu den bisherigen Hooks ist entscheidend. Ein Hook läuft als Skript von außen, er kann einen Befehl stoppen, durchlassen oder mitschreiben. Eine eigene Oberfläche zeichnen oder eine eingebaute Funktion ersetzen kann er nicht, und genau das kann ein Mod (Anthropic, 01.10.2026). Wie ernst Anthropic das meint, siehst du an einem Detail: Der eingebaute Befehl /diff ist inzwischen selbst ein Mod (Claude Code Doku: Mods).

Du brauchst dafür Claude Code ab Version 2.1.287, und in der Desktop-App steckt die Funktion ab Version 2.1.286 (Claude Code Doku: Mods). Mods laufen im Terminal, im Code-Tab der Claude-Desktop-App und in der Erweiterung für VS Code. Im normalen Chat auf claude.ai gibt es sie nicht, weil sie ein Teil von Claude Code sind.

Claude Code anpassen mit drei Umbauten aus dem Alltag

Ich habe mir zuerst genau die drei Umbauten gebaut, die auch im Reel vorkommen. Jeder davon löst ein Problem, das in Kundenprojekten ständig auftaucht. Claude wird im langen Gespräch ungenau, Ergebnisse gehen ungeprüft raus, und ein falscher Befehl kann in einem fremden Projekt echten Schaden anrichten.

UmbauWas er machtWas du davon hast
Länger schlauZeigt, wie voll das Gespräch ist, und schlägt ab 60 Prozent vor, es zu verdichtenClaude verliert nicht den Faden, und jede Nachricht kostet weniger Tokens
Selbst-CheckHängt an jede Nachricht eine kurze Prüfliste an, und /check startet einen gründlichen DurchgangClaude prüft Fakten, Vorgaben und Fehler, bevor etwas an deinen Kunden geht
WarnungHält an, bevor Claude etwas löscht oder Dateien in Ordnern wie kunden oder rechnungen ändertDu bestätigst jeden riskanten Schritt selbst

Den Umbau „Länger schlau“ muss ich am ehrlichsten erklären. Er macht Claude nicht klüger. Er verhindert aber, dass Claude in einem vollen Gespräch nachlässt, weil das Gespräch rechtzeitig zusammengefasst wird. Beim Verdichten bleiben das Ziel, die Entscheidungen, die Vorgaben des Kunden, die Dateinamen und die offenen Punkte erhalten, und der Rest fliegt raus. Danach schickt jede neue Nachricht weniger Text mit, und genau das spart Tokens. Was nicht in der Zusammenfassung landet, ist allerdings weg, deshalb legst du selbst fest, was bleiben soll.

Der Selbst-Check ist für alle, die Texte, Angebote oder Code an Kunden geben. Claude prüft dabei jedes Ergebnis gegen drei Fragen: Stimmen die Fakten, sind alle Vorgaben erfüllt, und steckt ein Fehler drin? Für den gründlichen Durchgang tippst du /check, bevor du etwas verschickst.

Die Warnung ist der Umbau, den ich jedem als ersten empfehle. Sie greift in genau dem Moment ein, in dem Claude einen gefährlichen Befehl ausführen will, und fragt dich vorher. Das ist mehr als eine Regel in der CLAUDE.md, denn dort steht nur eine Bitte, hier hält Claude wirklich an. Anthropic zeigt dieselbe Idee übrigens im eigenen Beispiel blast-radius, das riskante Befehle wie rm -rf erst nach deinem Klick ausführt (Claude Code Doku: Mods).

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So lässt du Claude Code anpassen, ohne selbst zu programmieren

Das Beste an Mods ist, dass du keine Zeile Code selbst schreiben musst. Claude Code bringt dafür einen eingebauten Skill namens plugin-authoring mit, der Claude erklärt, wo der Mod hin muss und welche Ereignisse deine Version kennt (Claude Code Doku: Mod erstellen). Du beschreibst einfach in eigenen Worten, was du willst.

SchrittWas du tustWas dann passiert
1Du prüfst mit claude --version oder /status, ob du mindestens Version 2.1.287 hastIst die Version älter, aktualisierst du Claude Code zuerst
2Du beschreibst den Umbau, zum Beispiel: „Bau mir einen Mod, der mich fragt, bevor du etwas löschst.“Claude schreibt den Mod in einen eigenen Ordner unter ~/.claude/dev-mods/
3Du bestätigst die Dateien und wählst beim ersten Speichern „Enable for this session“Der Mod lädt am Ende der Antwort und ist sofort aktiv
4Du testest ihn und sagst Claude, was anders sein sollDer Mod lädt nach jeder Änderung neu, ganz ohne Neustart
5Du lässt Claude den fertigen Mod in einen eigenen Ordner kopieren und fest installierenAb jetzt läuft er in jeder Sitzung und nicht nur in dieser

Schritt 5 vergessen die meisten. Ein Mod, den Claude für dich geschrieben hat, lädt nur in der Sitzung, in der er entstanden ist, und Claude Code räumt diesen Ordner nach einiger Zeit auf (Claude Code Doku: Mod erstellen). Wer ihn behalten will, kopiert ihn heraus, zum Beispiel nach ~/meine-umbauten, und installiert ihn von dort als Plugin. Unter /plugin im Reiter Installed siehst du danach, welche Mods geladen sind, und du kannst jeden einzeln abschalten.

Ist es sicher, Claude Code anpassen zu lassen?

Ein Mod ist Code, der mit deinen Rechten läuft. Er kann Dateien lesen und schreiben, Programme starten, jede deiner Nachrichten sehen und Daten ins Netz schicken, und er läuft nicht abgeschottet (Claude Code Doku: Mods). Deshalb installierst du Mods nur von Leuten, denen du vertraust, oder du lässt sie dir von Claude selbst bauen.

Vor dem Einbau eines fremden Mods hilft ein einziger Befehl. Mit claude plugin validate und dem Ordner des Mods zeigt dir Claude Code, auf welche Ereignisse der Mod reagiert und was er tun will, ohne ihn auszuführen (Claude Code Doku: Mods).

Läuft etwas schief, schaltest du Mods genauso schnell wieder ab. Einen einzelnen Mod deaktivierst du unter /plugin, und alle auf einmal stoppst du für eine Sitzung mit dem Start-Schalter --safe-mode. Dauerhaft geht es, wenn du in deiner ~/.claude/settings.json die Einstellung disableAllHooks auf true setzt, dann stoppen allerdings auch deine normalen Hooks (Claude Code Doku: Mods).

Mit Mods ist Claude Code zum ersten Mal kein fertiges Werkzeug mehr, sondern eins, das du dir zurechtbaust. Fang mit einem einzigen Umbau an, am besten mit der Warnung, und erweitere von dort.

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Über Ruwen Bädorf

Ich bin Ruwen Bädorf und ich baue Systeme, die mit KI von allein arbeiten. Ich helfe Selbstständigen, ihre Arbeit einmal zu bauen statt jeden Tag zu wiederholen.

  • Ich baue und betreibe die komplette Reel-Fabrik auf ki-imperium.com selbst: Skript, Avatar, Guide, Funnel, Auslieferung.
  • Ich arbeite täglich mit Claude, Lovable und Higgsfield und zeige genau die Abläufe, die ich selbst fahre.
  • Auf Instagram veröffentliche ich die Abläufe als Reels, mit Guide zum Nachbauen.

→ Folg mir auf Instagram

Weiterlesen

Wenn du tiefer einsteigen willst, passen diese Beiträge dazu. Wie Plugins in Claude Code grundsätzlich funktionieren, liest du in Claude Code Plugins. Weitere Wege, Tokens zu sparen, zeige ich in Claude Code Token sparen. Und wo du fertige Plugins mit einem Klick bekommst, steht in Claude Marketplace.

Wer Claude Code anpassen will, muss also nicht mehr programmieren können, sondern nur noch genau sagen, was er braucht.

Häufige Fragen

Wie kann ich Claude Code anpassen?

Claude Code passt du auf fünf Wegen an: mit einer CLAUDE.md für feste Anweisungen, mit der settings.json für Rechte und Vorgaben, mit Skills für wiederkehrende Aufgaben, mit Hooks, die bei bestimmten Ereignissen ein Skript starten, und seit dem 1. Oktober 2026 mit Mods. Mods gehen am weitesten, weil sie direkt in Claude Code laufen und sogar die Oberfläche verändern können.

Was sind Claude Code Mods?

Ein Mod ist ein Plugin aus kleinen Funktionen in JavaScript oder TypeScript, die Claude Code bei Ereignissen wie einem Befehl oder einer Nachricht aufruft. Der Mod kann dabei zusehen, etwas ändern oder die Sache übernehmen. Du brauchst Claude Code ab Version 2.1.287, in der Desktop-App ab 2.1.286.

Wo liegt die CLAUDE.md?

Für alle deine Projekte liegt sie unter ~/.claude/CLAUDE.md, für ein einzelnes Projekt im Projektordner als CLAUDE.md. Mit dem Befehl /init erstellt Claude dir eine erste Fassung aus deinem Projekt.

Was ist der Unterschied zwischen Hooks und Mods?

Ein Hook läuft als Skript von außen und kann einen Befehl stoppen, durchlassen oder mitschreiben. Ein Mod läuft in Claude Code selbst, er kann Ereignisse umschreiben, eigene Fenster und Knöpfe zeichnen und eingebaute Funktionen ersetzen.

Sind Mods in Claude Code sicher?

Ein Mod läuft mit deinen Rechten und ist nicht abgeschottet, er kann also Dateien lesen und Daten verschicken. Installier Mods nur aus Quellen, denen du vertraust, oder lass sie dir von Claude selbst bauen. Mit claude plugin validate siehst du vorher, was ein Mod tun will, und unter /plugin schaltest du ihn jederzeit ab.

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